Mosten am Uetiker Herbstmärt 3. Okt 2026
, Morell Amadeus
Beim Mosten am Märt betätigen sich oft Kinder mit vollem Einsatz an der Mostpresse oder am Schnetzelgerät (siehe Bilder). So kommen sie dann sogar gratis in den Genuss von selbst gepresstem süssem Apfelsaft - frischer geht es nicht. Da wir sehr viel Obst hatten, kamen wir zu dritt kaum dazu zu über die aktuellen Naturschutzthemen zu informieren. Die Äpfel stammen von Bäumen vom Steinbrüchel, einem vom NVMU gepflegten Naturschutzgebiet ganz nah bei Uetikon in Männedorf, sowie aus Oetwil aus Georginas Natur-Garten u.a..
Riedpflege am Bolligerweiher 26. Sept 2926
, Morell Amadeus
Pizza zum zMittag
Bei schönstem Herbstwetter kamen 11 Personen (sogar ein Nichtmitglied von Wallisellen) zu unserem alljährlichen Einsatz am Bolliger Weiher, schon zum 9. Mal in Folge. Der Weiher ist z.Z. aufgrund der anhaltenden Trockenheit fast ohne Wasser, was uns die Arbeit erleichterte, erfüllt uns aber auch mit Sorgen, weil umliegende Bäume, v.a. Buchen vorzeitig Laub abwerfen und wir befürchten, dass nicht alle Bäume nach diesem viel zu trockenen Sommer überleben werden. Tückische Sumpflöcher waren aber noch vorhanden, was der einen oder dem anderen zum Verhängnis wurde…..Von Hand und mit Maschinen wurden Schilf, Schachtelhalm und Gräser gemäht und mit Garetten zur Triste am Waldrand gebracht, die wieder eine beachtliche Höhe erreichte. Etwa 10% der Vegetation blieb stehen für überwinternde Insekten und andere Kleintiere. Abgeschnittene und eingesammelte Äste kamen auf einen Asthaufen. Eine neue Informationstafel mit Informationen zum Weiher und unserem Jahresprogramm und aktuellen Anlässen wurde am Wegrand gut sichtbar montiert. Die Arbeiten waren um die Mittagszeit schon fast abgeschlossen und wir genossen am neuen grossen Eichentisch von RegiHolz (am 14. August aufgebaut) die bestellten Pizze und Kuchen und schlossen anschliessend die Aufräumarbeiten ab. Die schon vor dem Einsatz gejäteten Neophyten wurden durch die Überwachung immer weniger. (Für meht Bilder bitte klicken)
Exkursion Flachsee Reuss 19. Sept 2026
, Morell Amadeus
Fischadler am Fischfressen
Ein gutes Dutzend Mitglieder wanderten bei Sonnenschein dem Flachsee mit seiner wunderschönen Landschaft entlang. Im Hide konnten wir den Eisvogel zum ersten Mal in seinem bunt-schillernden Kleid bewundern, weiter hinten präsentiere er sich mehrmals wieder. Im Flachwasserbereich stocherten etwa zwei Dutzend Bekassinen nach Nahrung während sich über 60 Kiebitze sich mehrheitlich ruhten, Seiden- und Graureiher stolzierten im flachen Wasser, Schwäne, Krick-, Schnatter- und Stockenten gründelten. Als Höhepunkt konnten wir im Geäst einer Weide einen jungen Fischadler beobachten, wie er genüsslich an einem erbeuteten Fisch knapperte. Die ganze Artenliste findet sich bei den Bildern. (Bitte Klicken)
Pflegetag Bahnweg 29. Aug 2026
, Morell Amadeus
Wespenspinne
Bei strahlendem Wetter halfen 13 Freiwillige die Strukturen am Bahnweg zu pflegen. Mit dieser grossen Anzahl Arme und Hände wurden wir mit den Arbeiten bereits am Morgen fertig. Herzlichen Dank! Am Anfang begleitete ein Filmteam der SSG, der 'Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft' im Rahmen eine Projektes über Freiwilligenarbeit - bei uns wurde dazu Mike La Marr interviewt (bekannter Radiomoderator SRF und aktives NVMU-Mitglied). Der Film wird dann im Museum 'Grütli' auf dem Rütli gezeigt werden. Was gab es für überhaupt alles zu tun? Vom Mähen, Jäten bis zum neuen Gartentor bauen und auch für besondere Naturbeobachtungen wie z.B. die prächtige Wespenspinne blieb Zeit. (Bitte Klicken für Bilder und mehr Text)
Fledermaus-Exkursion 21. Aug 2026
, Morell Amadeus
Das Thema Fledermäuse stiess auf grosses Interesse! 20 Erwachsene und 10 Kinder nahmen am Anlass im Garten der Anna-Zemp Stiftung teil. Die Stiftungsrätin Yvonne Bont begrüsste kurz und übergab dann Georgina Brandenberger, die als lokale Fledermausschützende LFS zuerst in einem Theorieblock eine Einführung über Fledermäuse als einzige fliegende Säugetiere bot. Der aktive, wendige Flug ist wichtiges Merkmal der Fledermäuse, ermöglich durch das leicht gebaute Skelett und die sensible Flughaut. Orientierung mit Echolotsystem im Ultraschallbereich, für uns Menschen nur mit technischer Ausrüstung hörbar. Soziallaute der Fledermäuse können direkt gehört werden. Die Nahrung besteht bei einheimischen Fledermäusen ausschliesslich aus Gliedertieren, v.a. Insekten, die im Flug, vom Boden, von der Vegetation oder von der Wasseroberfläche erbeutet werden, Reste dieser Nahrung sind im Kot nachweisbar. Durch verschiedene Jagdstrategien wird Konkurrenz verhindert. Tagesverstecke können in Gebäuden, unter Brücken und in Baumhöhlen sein. Der Jahreszyklus ist verschieden bei Weibchen und Männchen. Weibchen bilden ab Frühsommer Wochenstubenkolonien, wo sie nach 6-8 Wochen Trächtigkeit ihr einziges Junges gebären und säugen (selten Zwillinge), bis es mit 4-6 Wochen flügge ist und mit auf die Jagd ausfliegt. Die Kolonien lösen sich auf und ab August treffen die Weibchen wieder auf die Männchen zur Paarung. Ab Oktober werden mangels Nahrung die Quartiere für den Winterschlaf aufgesucht (kühl, aber frostfrei, feucht und störungsfrei). Der Stoffwechsel wird drastisch heruntergefahren, die Körpertemperatur nahe der Umgebungstemperatur. Nach Aufwachen aus dem Winterschlaf im März findet bei den Weibchen der Eisprung und die Befruchtung statt. Einzug in die Sommerquartiere, Bildung von Wochenstuben für Geburt und Aufzucht.
Exkursion Auengebiet 'Wasserschloss' bei Brugg So 31. Mai 2026
, Morell Amadeus
Die grosse Gruppe von über 30 Teilnehmenden erkundeten das Auengebiet in drei Gruppen. Wir starten am Rand der Siedlung bei Windisch-Kurve und beobachten zunächst Stare, die aus Löchern der Fassade eines Wohnblock (die evtl. ein Spechtdaeinen Wohnblock, wo in mehreren Löchern der Fassade Stare ein und ausfliegen. Weiter unten empfangen uns bunte Wiesen und Weiden, dazwischen Obstbäume und Kopfweiden. Am Rand zum Auenwald befinden sich mehrere Amphibientümpel. Im schattigen Auenwald staunen wir über die mächtigen Bäume, das viele Totholz und die hochgewachsenen Stauden. Der Wiesenpippau ist fast doppelt so gross wie auf der Wiese! Der laute Gesang der Mönchsgrasmücke dominiert ganz klar. Daneben lassen sich Amsel, Singdrossel, Zaunkönig und Buchfink, Rotkehlchen, Buntspecht ja gar ein Schwarzspecht u.a.m. vernehmen - immer wieder ertönt auch der flötende Ruf des Pirols. Der Pirol ist neben der Nachtigall der Charaktervogel der Auenwälder. Wenige konnten diesen prächtig gelb-schwarzen Vogel, der gerne in den Baumkronen lebt, sogar von Baum zu Baum fliegen sehen. Im dichten Blätterwald mussten wir uns auf das Lauschen konzentrieren. Zwei Gruppen konnten schön einen Schwarzspecht beobachten. Entlang der Ufer der verschiedenen Flussarme suchten wir immer wieder nach dem Eisvogel. Mehrfach zeigte er sich kurz fliegend, doch einige verpassten diesen kurzen Augenblick. Höhepunkte waren die Beobachtung der Trauerschnäpper, die ihre Jungen im Nistkasten fütterten. Ein weiteres schönes Bild war die grosse Schar von jungen Gänsesäger, die ihrer Mutter durch das Geäst im Kanal folgten. Auch die Beobachtung der Blauflügeligen Prachtlibellen waren ein Trost für diejenigen, die den Eisvogel verpasst hatten. Die Wanderung führte durch romantisch schöne Auenwälder, über kleine Holzbrücken auf Inselchen dann über eine grössere Autobrücke wieder zurück, so dass wir letztlich Aare, Reuss und Limmat mit diversen Seitenkanälen als wunderschöne Naturlandschaft erleben konnten.
25. April 2026 Frühexkursion Vogelstimmen Wald oberhalb Appisberg
, Morell Amadeus
Bei prächtigem aber anfangs kühlem Wetter fanden sich über 30 interessierte Teilnehmende inkl. zwei Kinder am Waldrand ein. In zwei Gruppen durchstreiften wir den Wald. Höhepunkte der Exkursion waren die Beobachtung des jungen Turmfalken im Nistkasten einer Feldscheune und der anfliegenden Eltern sowie gleich daneben die in der Morgensonne goldglänzende Goldammer mit ihrem Lied 'wie wie hab ich dich liiiieb'. Anfangs war die Stimmenvielfalt für viele wohl noch etwas verwirrend. Mit der Zeit und dank den wiederholten Erläuterungen der beiden Leitenden Georgina Brandenberger, assistiert von Michael Mallaun und Amadeus Morell, konnten die Stimmen von Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Zaunkönig, Buchfink, Singdrossel etc. nach und nach 'herausgehört' werden. Der Gesang dient der Markierung eines Paar-Territoriums sowie als Balzgesang, manchmal auch nur das eine oder andere. Um die Gesänge besser zu verstehen, helfen die Sonagramme, bildliche Darstellungen der Gesänge. Weiter wurde erläutert, inwiefern Gesänge voll angeboren sind (z.B. Kuckuck, der seine Eltern nie sieht) oder eine Kombination von angeborenem Grundmuster mit erlernter Adaptation (z.B. Buchfink) bis zu den Vögeln, die sogar artfremde Elemente in den eigenen Gesang einbauen (z.B. Star, Sumpfrohrsänger). Für Bilder und weiter lesen, bitte klicken.
Einsätze für Gebäudebrüter und Sicherheit
, Morell Amadeus
Nistmulde und Heu im Nistkasten
Im Rahmen der Biodiversitätsförderung in der Gemeinde Männedorf konnten wir am Werkgebäude an der Saurenbachstrasse vier Doppelnistkästen für Mauersegler mit Anlockeinrichtung montieren. Jetzt hoffen wir, dass sie den Ort bald finden (es kann jedoch auch Jahre dauern). Am Steinbrüchel konnten mit der Hebebühne die Bäume im Strassenbereich so weit zurückgeschnitten werden, dass sie für Jahre keine Gefahr darstellen können. An anderer Stelle konnte für einen Nistplatz in einem Haus, das abgerissen wird am Nachbarhaus ein Ersatznistkasten passend in den Giebel montiert werden. (Klicken für Bilder)
Nistkästen Klingenhalde und Haldenstrasse
, Morell Amadeus
Im Quartier Klingenhalde wurden im letzten Frühling von M. Mallaun (Co-Präsident) einige Nistkästen montiert. Die Vorfreude und Neugier bei den Kindern waren gross als er vor ihren Augen die Nistkästen öffnete und ihnen den Inhalt zeigte. Staunend und begeistert bewunderten sie die Nester einer Blaumeise, einer Kohlmeise und eines Haussperlings. (Klicken für mehr Bilder und für Nistkästen an der Haldenstrasse)
GV und Vortrag 'Fliegende Verbündete' 2. März 2026
, Morell Amadeus
An der GV wurden die Höhepunkte des intensiven letzten Jahres gezeigt. Gina Schuler und Markus Nüesch wurden als neue Mitglieder in den Vorstand gewählt. Es kamen ca. 70 Personen an die GV und 10 weitere an den Vortrag. Im hoch interessanten Vortrag zeigte Stefan Greif mit faszinierenden Filmen und Bildern spannende Einblicke in die Lebensweisen von Fledermäusen. Für diese einzige aktiv fliegende Säugetiergruppe sind Insekten die alleinige Nahrung. Doch auch die meisten unserer Singvögel sowie Mauersegler u.a. sind ebenfalls auf Insekten angewiesen, insbesondere als Nahrung für die Nestlinge. Da die Gesamtmenge der Insekten stark abgenommen hat, sind beide Gruppen stark beeinträchtigt. Insektenförderung ist das A und O zum Schutz der Vögel und der Fledermäuse. Dies kann am besten durch Pflanzung einheimischer Stauden, Sträucher und Bäume erfolgen sowie durch Totholz und Strukturen fürs Leben aller Art.

Weitere Einträge