Bei prächtigem aber anfangs kühlem Wetter fanden sich über 30 interessierte Teilnehmende inkl. zwei Kinder am Waldrand ein. In zwei Gruppen durchstreiften wir den Wald. Höhepunkte der Exkursion waren die Beobachtung des jungen Turmfalken im Nistkasten einer Feldscheune und der anfliegenden Eltern sowie gleich daneben die in der Morgensonne goldglänzende Goldammer mit ihrem Lied 'wie wie hab ich dich liiiieb'.
Anfangs war die Stimmenvielfalt für viele wohl noch etwas verwirrend. Mit der Zeit und dank den wiederholten Erläuterungen der beiden Leitenden Georgina Brandenberger, assistiert von Michael Mallaun und Amadeus Morell, konnten die Stimmen von Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Zaunkönig, Buchfink, Singdrossel etc. nach und nach 'herausgehört' werden. Der Gesang dient der Markierung eines Paar-Territoriums sowie als Balzgesang, manchmal auch nur das eine oder andere. Um die Gesänge besser zu verstehen, helfen die Sonagramme, bildliche Darstellungen der Gesänge. Weiter wurde erläutert, inwiefern Gesänge voll angeboren sind (z.B. Kuckuck, der seine Eltern nie sieht) oder eine Kombination von angeborenem Grundmuster mit erlernter Adaptation (z.B. Buchfink) bis zu den Vögeln, die sogar artfremde Elemente in den eigenen Gesang einbauen (z.B. Star, Sumpfrohrsänger). Für Bilder und weiter lesen, bitte klicken.
Der gemütliche Abschluss der Exkursion fand dann im Kursraum und Gartenterrasse mit prächtiger Aussicht der Anna-Zemp Stiftung am Lönerenweg statt (öffentlich). Dort gab es Kaffee, Käsebrötchen und weitere Häppchen und die gelungene Exkursion wurde bei munteren Gesprächen sowie mit der obligaten Artenliste abgeschlossen.