, Morell Amadeus

Exkursion Auengebiet 'Wasserschloss' bei Brugg So 31. Mai 2026

Die grosse Gruppe von über 30 Teilnehmenden erkundeten das Auengebiet in drei Gruppen. Wir starten am Rand der Siedlung bei Windisch-Kurve und beobachten zunächst Stare, die aus Löchern der Fassade eines Wohnblock (die evtl. ein Spechtdaeinen Wohnblock, wo in mehreren Löchern der Fassade Stare ein und ausfliegen. Weiter unten empfangen uns bunte Wiesen und Weiden, dazwischen Obstbäume und Kopfweiden. Am Rand zum Auenwald befinden sich mehrere Amphibientümpel. Im schattigen Auenwald staunen wir über die mächtigen Bäume, das viele Totholz und die hochgewachsenen Stauden. Der Wiesenpippau ist fast doppelt so gross wie auf der Wiese! Der laute Gesang der Mönchsgrasmücke dominiert ganz klar. Daneben lassen sich Amsel, Singdrossel, Zaunkönig und Buchfink, Rotkehlchen, Buntspecht ja gar ein Schwarzspecht u.a.m. vernehmen - immer wieder ertönt auch der flötende Ruf des Pirols. Der Pirol ist neben der Nachtigall der Charaktervogel der Auenwälder. Wenige konnten diesen prächtig gelb-schwarzen Vogel, der gerne in den Baumkronen lebt, sogar von Baum zu Baum fliegen sehen. Im dichten Blätterwald mussten wir uns auf das Lauschen konzentrieren. Zwei Gruppen konnten schön einen Schwarzspecht beobachten. Entlang der Ufer der verschiedenen Flussarme suchten wir immer wieder nach dem Eisvogel. Mehrfach zeigte er sich kurz fliegend, doch einige verpassten diesen kurzen Augenblick. Höhepunkte waren die Beobachtung der Trauerschnäpper, die ihre Jungen im Nistkasten fütterten. Ein weiteres schönes Bild war die grosse Schar von jungen Gänsesäger, die ihrer Mutter durch das Geäst im Kanal folgten. Auch die Beobachtung der Blauflügeligen Prachtlibellen waren ein Trost für diejenigen, die den Eisvogel verpasst hatten. Die Wanderung führte durch romantisch schöne Auenwälder, über kleine Holzbrücken auf Inselchen dann über eine grössere Autobrücke wieder zurück, so dass wir letztlich Aare, Reuss und Limmat mit diversen Seitenkanälen als wunderschöne Naturlandschaft erleben konnten.

Die Exkursionsleitenden (Georgina Brandenberger, Amadeus Morell, Michael Mallaun und neu Elisabeth Hemmeler) informierten auch über die Lebensräume der Auenwälder, erläuterten die Unterschiede zwischen den öfter überschwemmten Weichholzaufen mit Silber- und anderen Weiden und den Hartholzauen mit etwas weniger Hochwasser toleranten Baumarten wie Schwarzerle, Ulme, Eichen und Bergahorn. Zum wurden die Renaturierungsmassnahmen des Kantons Aarau und von ProNatura erläutert und teilweise auch auf die vorkommenden Staudenarten eingegengen.