Amphibienschutz Oetwil am See

Seit einigen Jahren werden von Mitgliedern des NVMU ab Ende Februar bis Anfang April die frühlaichenden Amphibienarten Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche vom Amphibienzaun an der vielbefahrenen Kreuzlenstrasse in Oetwil am See zum nahen Schützenhaus-Weiher getragen, das Ziel ihrer Wanderung zur Fortpflanzung.

Aufgrund meiner Aufrufe im NVMU-Jahresbericht und im «Oetwiler» hatte ich dieses Jahr ein engagiertes neues Helferteam zur Verfügung, dem ich herzlich danke.

Die jährliche Amphibienwanderung setzte dieses Jahr Ende Februar aufgrund von Trockenheit und Frostnächten nur langsam ein. Zuerst kamen mehr Grasfrösche, dann während einer Woche im März wetterbedingt gar keine Tiere und gegen Ende März mit wärmeren Temperaturen und Feuchtigkeit ein weiterer Schub, v.a. Erdkröten und einige Bergmolche.

Die Wanderung dauerte bis in die 1. Aprilwoche.  Die Zahlen: Erdkröten 1126 (ähnlich wie 2020), Grasfrösche 2742 (deutliche Zunahme), Bergmolche 64, d.h. total 3932 Tiere! Ein neuer Rekord für diese Zugstelle.

Der von der Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich im letzten Sommer erstellte permanente Zaun im oberen Teil der Strecke erleichterte die Arbeit für die Betreuenden wesentlich.

2017 konnten in Zusammenarbeit mit dem Naturnetz Pfannenstil und finanziert von der Gemeinde Oetwil, Amphibien-Ausstiegsleitern in Kanalisationsschächten an öffentlichen Strassen realisiert werden.