Vogelfütterung - wann ist es sinnvoll? 

Im Winterhalbjahr kann eine Zufütterung in Zeiten mit Nahrungsmangel gewissen Kleinvögeln im Siedlungsbereich das Überleben erleichtern.
Ausser bei Dauerfrost und längeren Schneeperioden ist es aus biologischer Sicht allerdings nicht unbedingt notwendig. Die meisten Arten,
die ans Futterhaus kommen, sind bei uns nicht gefährdet und an die bei uns herrschenden Lebensbedingungen angepasst. 

Futterstellen bieten eine gute Gelegenheit, Vögel aus der Nähe zu beobachten und ermöglichen schöne Naturerlebnisse, insbesondere auch für Kinder. Ein massvolles Füttern im Winter ist in dieser Hinsicht vertretbar. 

Wenn Sie sich für eine Fütterung entscheiden, so ist es wichtig das richtige Futter auszuwählen. Achten Sie auf qualitativ einwandfreies Futter. Dieses sollte möglichst der natürlichen Nahrung der Vögel entsprechen. Wählen Sie Mischungen aus, die ganz oder grösstenteils aus Sonnenblumenkernen und Hanfsamen bestehen. Gewürztes, Essensreste oder Brot gehören also nicht dazu. Aus ökologischen Gründen verzichten wir zudem auf die Verwendung von Futterbestandteilen, die aus weit entfernten Ländern stammen, namentlich auf Palmöl, Kokosfett und Erdnüsse.

 MB_Fuetterung_Kleinvoegel_D_2019.pdf                                        MB_Fuetterung_Wasservoegel_D_2018.pdf

Wichtig ist, dass wir uns gleichzeitig auch für die dringenden Natur- und Vogelschutzprobleme einsetzen, denn die seltenen und gefährdeten Arten der Roten Liste kommen an die Futterstellen. Für den Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist die Förderung von vielfältigen und intakten Lebensräumen die wichtigste und zielführende Massnahme.